Training auf Fallstudienbasis

Mit Fallstudien betriebswirtschaftlich entscheiden lernen

Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.

 

Schon Konfuzius (551 - 479 v.u.Z.) wußte um die Vorteile der heute auch manchmal Story Telling genannten Methode. Gerade Betriebswirtschaft ist ja aufgrund ihrer mehr zahlenorientierten Ausrichtung nicht für alle Menschen schnell greifbar; und in Aus- wie Fortbildung fragt sich mancher natürlich auch: Wofür all das?

 

Fakten und Zahlen leuchten viel schneller ein, wenn man eine Geschichte erzählt, z. B. von einem Unternehmen, das sich als innovativer Zulieferer auf neue Märkte wagt - und dann hohe Verluste erwirtschaftet. Teilt man jetzt Rollen und Entscheidungsbefugnisse zu, dann werden viele Teilnehmer ehrgeizig: Sie wollen erfolgreich sein, und deswegen richtig entscheiden. Und dafür brauchen Sie Vorwissen.

 

Ein Beispiel: Immer mehr wird von Mitarbeitern im unteren Management verlangt, Entscheidungen im Sinne der KPI (Key Performance Indicators, Kennzahlen) zu treffen. Kriterien wie Umsatz- oder Eigenkapitalrentabilität bleiben aber häufig abstrakt, sie weisen keinen Bezug zur erlebten Praxis auf. In der Situation des Geschäftsführers einer Business Unit werden diese Zahlen aber plötzlich bedeutend, denn sie sind der Maßstab, an dem sich erfolgreiche Entscheidungen messen lassen müssen. Warum auch nicht so in eigener Praxis?

 

Fallstudientraining ist mit Voraussetzungen verbunden. Selbstverständlich wird von den Teilnehmern ein hohes eigenes Engagement erwartet, denn Inhalte müssen selber erarbeitet und immer wieder angewendet werden, auch mit dem Risiko von Fehlern. Nur wenn Jeder bereit ist, die typische Seminarsituation (die ja immer noch von frontaler Vermittlung geprägt ist) hinter sich zu lassen und die eigenen Entscheidungen im Wettbewerb zu vertreten, kann Fallstudientraining funktionieren. Dazu kommt, dass eine sachgerechte Fallstudie zur Verfügung gestellt werden muss, z. B. in Hinblick auf die Branche (Automobilzulieferer wollen nicht im Einzelhandel entscheiden), der zu treffenden Entscheidungen (Team- und Gruppenleiter sind nunmal kein Top-Management) und schließlich den gewünschten, betriebswirtschaftlichen Inhalten.